"... wir waren samt und sonders gegen die Durchführung der Euthanasie-Aktion." Zur NS-"Euthanasie" im Rheinland
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Im Mittelpunkt der vorliegenden Publikation steht die ehemalige „Provinzial- Heil- und Pflegeanstalt Andernach“, die im Rahmen der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Aktionen unter anderem die Rolle einer so genannten „Zwischenanstalt“ der „Aktion T4“ besaß. In dieser Funktion hatte sie vorübergehend die Patienten aus den südlichen Anstalten des Rheinlandes aufzunehmen, welche dann vorwiegend in die Tötungsanstalt Hadamar (weiter-) verlegt wurden. Das Geschehen am Mittelrhein war jedoch nur ein Teil der rheinischen Geschichte von „Euthanasie“ und Zwangssterilisation, weshalb auch andere Ereignisse aus dieser Region ihren Raum in diesem Band bekommen: So werden neben einem Gesamtüberblick zu den Vorgängen im Rheinland das Schicksal der so genannten „Rheinlandbastarde“ geschildert und das Schicksal von Patienten der Bergischen Diakonie Aprath aufgezeichnet. Zu den Vorkommnissen in der Zeit des Nationalsozialismus gehört auch die Auseinandersetzung mit der Erinnerungskultur nach 1945. Hierzu nehmen zwei Beiträge Stellung, die sich u. a. mit den Diskussionen und der Errichtung des Mahnmals in Andernach auseinandersetzen. Rahmenbeiträge zum Sozialdarwinismus und der Biologisierung des Menschen in der Medizin, der Erbgesundheitsgerichtsbarkeit und NS-„Euthanasie“ aus rechtshistorischer Sicht sowie der heutigen Sterbehilfediskussion ergänzen diesen Band 5 der „Berichte des Arbeitskreises“.
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John Braithwaite
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Arbeitskreis zur Erforschung der nationalsozialistischen "Euthanasie" und Zwangssterilisation
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