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Kandinsky, Malewitsch, Mondrian

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Bookitis Pick
Kandinsky, Malewitsch, Mondrian
KM
Isabelle MalzMarion Ackermann1 editions

Der weisse, freie Abgrund, die Unendlichkeit liegt vor uns' beschrieb Kasimir Malewitsch 1919 seinen Einsatz der Farbe Weiss als monochromem Bildgrund in der "suprematistischen Malerei", als Fläche vor der seine geometrischen Formen schwerelos zu schweben scheinen. Für Wassily Kandinsky war die gesetzte weisse Fläche in seinen expressiven Abstraktionen die alles entscheidende Öffnung des Bildraums, durch welche die Komplexität der Welt synästhetisch widergespiegelt werden und so den Naturwissenschaften zeitgleich die Kunst zur Seite gestellt werden sollte. Piet Mondrian schliesslich suchte in der Abbildung mathematischer Aufgabenstellungen nach universellen Harmonien hinter den sichtbaren Phänomenen. Seine Erprobungen der »Nichtfarbe Weiss± in einer Struktur schwarzer Linien zusammen mit farbigen Flächen bildet ein "neoplastisches System", das frei von jeder Abbildfunktion in die Geschichte der Malerei eingegangen ist. Diesen drei Künstlern, die als die prominentesten Pioniere der Avantgarde wie der Abstraktion im 20. Jahrhundert gelten, widmet die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen nun anlässlich der Quadriennale 2014 mit ausgewählten Hauptwerken erstmals eine attraktive Zusammenschau zum vielschichtigen Thema der weissen Flächen, die das Buch minutiös nachzeichnet. Dabei wird die Frage der Materialität und Immaterialität der Farbe Weiss auch im Spiegel neuester Forschungsergebnisse aus der Restaurierung diskutiert. Das führt zu überraschenden Antworten, die separat nochmals Eingang finden. Sind also Kunst, Wissenschaft und Para-Religionen in der Farbe Weiss eine Verbindung zwischen physischer und metaphysischer Welt eingegangen, hat sie als Symbol einer zukünftigen Welt fungieren sollen?00Exhibition: K20 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, Germany (5.4.-6.7.2014).

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  • Isabelle Malz

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  • Marion Ackermann

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