Die Verwandten
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Wenn der Ton die Musik macht, dann sind die Menschen, die Gert Loschütz in seinem Stück DIE VERWANDTEN zusammenführt, gründlich verstimmt. Die Ehe ist durch Beruf und Gewohnheit ausgepowert, die Beziehungen zu den (Groß-)Eltern und Kindern sind durch Vorwürfe ausgehöhlt. Was diese kleine Gesellschaft zusammenhält, sind allein Konventionen. Man erfüllt sie und fällt sich zur Last. Zur Begrüßung die üblichen Floskeln, das peinigende Ritual der Gastfreundschaft, die Akte abgestumpfter Dressur. Diese Gesellschaft duldet keine Entwicklung, macht sie im Ansatz schon zunichte. Und so steigert Loschütz sein Familientreffen zu einem wüsten grotesken Traum, zu einer bösen Farce: Das Kind, das alle Möglichkeiten vor sich hat, wird im wahrsten Sinne des Wortes zurechtgestutzt, verstümmelt...
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Gert Loschütz
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