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Wem gehört die Stadt? Manifestationen neuer sozialer Bewegungen im München der 1970er Jahre

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Bookitis Pick
Cover for Wem gehört die Stadt? Manifestationen neuer sozialer Bewegungen im München der 1970er Jahre
WG
Image source: Open Library
Manfred WegnerIngrid Kurz-Scherf1 editions

München war zu Zeiten der APO und bis hinein in die 1980er Jahre hinein ein wichtiger und bunter Ort, wenn nicht eine Hochburg, dissidenten Denkens und Handelns. Über 800 Leihgaben hat das Stadtmuseum München für die Ausstellung „Manifestationen neuer sozialer Bewegungen im München der 1970er Jahre“ erhalten. Ihr hat, soweit dies anhand des Kataloges beurteilbar ist, die Kooperation mit dem Archiv der Münchner Arbeiterbewegung gut getan, da dadurch eine große Anzahl an authentischen Exponaten ermöglicht wurde. Die Ausstellung inszeniert und dokumentiert „politische und soziale Modelle herrschaftsfreier urbaner Räume“, und dies im Zeitraum vom Beginn der sozialliberalen Koalition auf Bundesebene 1969 bis zur Abwahl derselben 1983. Der Katalog handelt, reichlich illustriert, die erwartbare Palette an Themen ab: APO, Punk, Kunst, Betriebsarbeit (Arbeitersache München!), Verlage (Trikont), Zeitschriften (u.a. das von 1973 bis 1984 erscheinende blatt) und Buchhandlungen (die legendäre basis-Buchhandlung, die nach vierzig Jahren am 31.12.2012 den Geschäftsbetrieb eingestellt hat!!). Weitere Themen sind Schwulenbewegung, Frauenbewegung und Feminismus, Gegenkultur und alternative Ökonomie, Verkehr, Mieten und Stadtentwicklung (Hausbesetzungen!). Ausstellung und Katalog fokussieren stark auf die Artefakte und Prozesse der Alternativ- und Protestbewegungen, Aus- oder Wechselwirkungen auf die oder mit der Gesellschaft werden nicht thematisiert. Der Katalog dokumentiert eine lokale Parallel- und Gegengeschichte, die auch für LeserInnen außerhalb Münchens interessant ist. Eine vergleichbare Publikation für diesen Zeitraum liegt meines Wissens bisher nicht vor. Durch die Beteiligung von bis heute aktiven ZeitzeugInnen, etwa Ingrid Scherf von der basis-Buchhandlung (und langjähriger Aktivistin der Münchner – radikalen - Linken) mag ein etwas unkritischer Zug in das Projekt hineingekommen sein – etwa wenn im Rahmen der Ausstellung postuliert wird, die Räume der Gegenkultur seien „herrschaftsfrei“ gewesen, was sie natürlich nicht waren, aber das ist im Vergleich verschmerzbar. Last but not least: Die Ausstellung zeigt die immense Bedeutung einer nichtstaatlichen Überlieferungssicherung, in diesem konkreten Fall durch das erwähnte Archiv der Münchner Arbeiterbewegung und das Archiv 451 zum trikont-Verlag, das von der leider Mitte 2010 im Alter von 59 Jahren verstorbenen Christine Dombrowsky getragen wurde und jetzt im Archiv der Münchner Arbeiterbewegung untergekommen ist. Beide basieren auf engagierter und in der Regel unbezahlter Arbeit… (Quelle: [Rosa-Luxemburg-Stiftung](https://www.rosalux.de/news/id/7082/))

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2 credited authorsSearch language german

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  • Manfred Wegner

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  • Ingrid Kurz-Scherf

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