Bauvermessung und Proportion im frühen und hohen Mittelalter
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"Erst in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts kamen Baupläne auf. Bis dahin wurde im Mittelalter wie in der Antike der imaginierte Bau (opus in mente conceptum) mittels einer mehr oder weniger anschaulichen Beschreibung (descriptio) direkt auf dem Baugelände 1:1 aufgemessen – oder der Grundriss war höchstens auf einem kleinen, mit Wachs beschichteten oder mit Staub bedeckten Brettchen (abacus) mit einem Griffel unmaßstäblich und nicht proportionsgerecht skizziert. Wie faszinierend und exakt mit diesen scheinbar primitiven Mitteln damals große Architektur gelang, zeichnet der bekannte Kölner Kunsthistoriker und Fachbuchautor Professor Günther Binding nach und berücksichtigt dabei ausführlich die seinerzeit mit ausschlaggebenden arithmetischen, philosophischen und theologischen Komponenten des Bauens."--
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Günther Binding
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